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Gorki im Internet

Freitag, 17. Juli 2009, 16:08:10 | Armin Knigge

Gorki im Internet – das gibt es eigentlich nur in Russland, dort aber erstaunlich breit und vielfältig. Intereressierte, die Russisch lesen, finden deshalb neuerdings im russischsprachigen Teil dieses Blogs eine Auflistung der wichtigsten Adressen:
http://www.neizvestnyj-gorkij.de/index.php?e=37

In der «Narodnaja Biblioteka Maksima Gor'kogo», 2001 gegründet,
http://maximgorkiy.narod.ru/
kann man z.B. fast alle Werke des Schriftstellers im Volltext abrufen, auch solche Riesentexte wie «Das Leben des Klim Samgin». Außerdem findet man dort ausführliches biographisches Material, Bilder, Analysen usw. «Einfach alles über Gorki», verspricht die Redaktion (was nicht ganz wörtlich zu nehmen ist). Es geht dort hauptsächlich um den – immer noch und neuerdings wieder lebendigen – Klassiker Gorki sowjetischer Prägung, leicht modernisiert.

Die Liste enthält weitere enzyklopädische Beiträge zu Gorki, dazu Auftritte einzelner Forscher und Kritiker sowie eine Reihe von Institutionen, die mit dem Namen Gorkis verbunden sind, z.B. der alljährlich verliehene Literaturpreis «Gor'kovskaja literaturnaja premija»
http://lych.ru/online/content/view/14/51

Im deutschsprachigen Netz sieht man sich, wenn man bei Google «Maxim Gorki» eingibt, einer Welt gegenüber, die mit dem Schriftsteller wenig oder nur indirekt zu tun hat. Platz eins nach Häufigkeit belegt das nach ihm benannte Kreuzfahrtschiff, dazu kommen das Maxim-Gorki- Gymnasium in Heringsdorf, das mit seinem Namen, wie in einem Beitrag dieses Blogs erläutert, wenig anzufangen weiß, außerdem eine Gesamtschule in Kleinmachnow, ein Jugendgästehaus in Weimar und sicher noch viele Einrichtungen mit Gorkis Namen, die mir bisher nicht aufgefallen sind.
Einzige Ausnahme unter den mehr oder minder sinnentleerten Hinterlassenschaften der DDR: «das Gorki», das Gorki-Theater in Berlin, dessen Besuch - auf der Internetseite, aber auch im Haus hinter der Alten Wache – ich gern empfehle:
http://www.gorki.de
Die Gründung erfolgte, wie das bei Gorki-Einrichtungen in der DDR die Regel war, im Geist des Stalinismus. Dann folgte aber eine sehr eigenständige Entwicklung, die das Gorki-Theater 1989 zu einem Ort der freien Diskussion werden ließ, und das ist es heute noch oder heute wieder. Eine Geschichte im Geist Gorkis, auch wenn er gegenwärtig nicht im Spielplan vertreten ist.

Informationen über Leben und Werk Gorkis sind im deutschsprachigen Internet natürlich in enzyklopädischen Werken einschließlich wikipedia zu finden, die ich hier nicht aufliste.
Gorki-Texte in deutscher Übersetzung, vor allem aus DDR-Verlagen, kann man z.B. im Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB) finden
http://www.zvab.com/index.de
Dort schreibt auch Hanns-Martin Wietek informative und gut lesbare Beiträge zur russischen Literaturgeschichte. Buchbesprechungen von neuer russischer Literatur gibt es auch in Wieteks «Büchervielfraß»
http://www.buechervielfrass.de/index.php4
und im Kulturteil der Internetzeitung
http://russland.ru

Empfehlenswert auch die Beiträge von Karla Hielscher zur russischen Literatur im «Büchermarkt» des Deutschlandfunks
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt


Von den Literaturseiten sei genannt: «Glanz und Elend. Magazin für Literatur und Zeitkritik»
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt

Diese Empfehlungen sind, zugegeben, wenig systematisch und schon gar nicht vollständig. Für Ergänzungsvorschläge (über «Kontakt») bin ich dankbar.

Kategorie: Einführung

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