Kommentare

Sonntag, 16. November 2008, 12:20:34 | Nicoletta Gossen | Beitrag Über diese Internet-Seite

Sehr geehrter Herr Prof. Knigge,
Auf Umwegen bin ich auf Ihre Gorki-Seite gestossen. Ich beschäftige mich sehr gerne und immer intensiver mit russischer Literatur (bin eigentich Musikologin und Philologin romanischer Sprachen). Ich lese seit vielen Jahren zusammen mit zwei anderen Liebhaberinnen russische Literatur Bücher auf Russisch. Als nächsten Autor hatte ich Gorki vorgeschlagen, weil ich ihn sehr schlecht kenne. Ihre Informationen über den "anderen" Gorki, jenen den man bei uns schlecht kennt, weil er immer mit dem Sowjetregime in einen undifferenziert betachteten Topf geworfen wird, sind sehr wertvoll für mich. Was ich nicht begreife: Man findet sozusagen keine Kommentare auf Ihrem Blog. Gibt es keine oder werden sie nicht veröffentlicht? Wie auch immer, ich bin sehr froh, Ihre Beiträge gefunden zu haben und grüsse Sie freundlich
Nicoletta Gossen

--- Kommentar von A. Knigge ---
s. Beitrag Kein Kommentar?


Donnerstag, 10. Juli 2008, 15:02:07 | Dr. Horst Zudse | Beitrag Neugier

Es ist ein sehr beeindruckender Artikel für mich, denn als Schüler sah ich neben Stalin sehr häufig Gorki, der idealisiert im Unterricht dargestellt wurde. die Mutter u.a. Werke haben mich sehr beeidruckt. Doch als ich einmal in der Schule erwähnte, dass Gorki doch auch in Italien war, wurde ich sehr hart attakiert, denn das sollte ein tabu bleiben. Meine Lehrer kamen z.T. aus Petersburg und waren dort als Deutschlehrer, auch als Mathematiker und Chemiker tätig gewesen. In der DDR waren sie Pädagogen in russischer Sprache, unterrichteten Mathematik und Chemie und ein Lehrer war sogar Chorleiter für russ. dtsch. und italienische Volkslieder gewesen. Der Chor trat an vielen Orten auf und es gab dabei auch oft interessante Diskussionen mit Gästen der russ. Armee im Sinne einer Verbesserung bei der Interpretation der bekannten russ. Volklieder.
Dostojewski und sein Nachfolger Solschenizyn haben mir weit mehr gegeben, doch als Schüler ist man leicht zu beeinflussen von der Güte eines Gorki, der ja doch auf Capri war, wie ich es einmal leider vor 1953 geäußert hatte, aber er war nicht der einzige dort gewesen.(Schaljapin etc). Konnte bei einem Besuch vor Ort mich davon überzeugen lassen.
So ist das Leben eines Menschen stets durch das Umfeld beeinflußt.
Schön, dass ich alle ehemaligen Republiken als Tourist bereisen konnte und mir dadurch ein wahres Bild selber machen.
Die freundschaftlichen Bindungen sind von größter Bedeutung, was Bismarck schon praktizierte.
Liebe Grüsse aus Berlin sendet Ihnen Dr. Horst Zudse.


Donnerstag, 05. Juni 2008, 09:31:53 | Paul Salamonik | Beitrag „Der Nachtwächter“ (Storozh)

Die russische Literatur war mir seitjeher eine Vertraute und Bekannte, obschon das Werk Gorkis lange in meinem Bücherschrank weilte, las ich erst in der vergangenen Nacht in seine Welten ein. Ich bin sprachlos und fasziniert, angezogen und gleichzeitig enttäuscht dass die deutsche Literatur den Volksdichter niemals richtig fand. Brentano, Eichendorff, die Romantiker dem wahren Leben flohen, Goethe und Schiller, die der Vernunft Ihr Leben unterordneten, brachten niemals die Seele ihrer Mitmenschen zu Papier. Wie sind doch die einfachen Worte Gorkis, die unser tiefstes Dunkel offenbaren, uns an unsere eigenen Abgründe führen.
Danke für Ihre schöne Seite, und Mühe für das Gestalten dieser Seite.
Mit freundlichen Grüßen


Montag, 26. Mai 2008, 21:49:25 | Elisabeth Beljatschitz | Beitrag Gorki - der bekannte und der unbekannte

Ich finde Ihre Ausführungen zum "unbekannten Gorkij" sehr interessant. Ich habe davon ca 1998 bei einer Fortbildung für Russischlehrer in Sankt-Petersburg gehört. Gorkij habe aus Protest gegen die Oktoberrevolution Sowjetrussland verlassen, und seine Vereinnahmung in den dreißiger Jahren sei unter stalinistischem Druck erfolgt.
Als Russischlehrerin (geb. 1946) für Aussiedler-Jugendliche habe ich Mitte der 70-er Jahre den Roman "Mать" als Schullektüre lesen lassen, wobei ich als 68-erin damals noch voll auf der linken Schiene war. Bis ich auch Solzhenicyns Bemerkungen über Gorkijs Beteiligung an der Verherrlichung des Belomor-Kanals zur Kenntnis genommen habe und ihn seitdem nicht mehr "leiden" kann.
Jetzt will ich meine russischen Bücher weitergeben. Ich habe die 18-bändige Gesamtausgabe (Moskau 1960), - wer will die haben? Ich habe z.Z. keinen Zugang dazu. Für das letzte Schuljahr brauche ich es auch nicht mehr für das NRW-Zentralabitur im LK Russisch. Wenn Sie möchten, sende ich Ihnen gerne als bibliophile Besonderheit eine Ausgabe "В людях" aus dem ОГИЗ, АРХАНГЕЛЬСКОЕ ИЗДАТЕЛЬСТВО, 1948

--- Kommentar von A. Knigge ---
Wenn Sie Interesse an den Büchern haben, kann ich gern den Kontakt mit Frau Beljaschitz herstellen. Bitte benutzen Sie hierfür das Kontaktformular.


Montag, 28. Januar 2008, 19:11:34 | Klaus-Peter Kurch | Beitrag Über diese Internet-Seite

Es geschehen noch kleine Wunder.
Mit dem Abschreiben und Posten meiner alten Tagebücher beschäftigt, komme ich heute mit alten Eintragungen über Musil und "Klim Samgin" in Berührung.
Da es mir notwendig schien, dem heutigen Leser zu "Klim Samgin" eine kleine Erläuterung zu geben, habe ich Google befragt und bin so auf diese Seite gestoßen.

Sehr geehrter Prof. Knigge, ich freue mich außerordentlich über das, was ich hier entdecke, eigentlich erst erblicke und bald entdecken werde.

Ich bin kein Slawist, überhaupt nicht Literaturwissenschaftler, noch nicht einmal fleißiger Romanleser.
Aber einige monumentale Werke haben es mir angetan. Dazu gehört "Klim Samgin".

Mit freundlichen Grüßen

Klaus-Peter Kurch

http://tageundjahre.de/archives/490
http://opablog.twoday.net/

Неизвестный ГорькийMaxim Gorki

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